Ausbau des deutschen Standorts Haselmühl: Grammer investiert in Sitzfertigung 4.0

  • Projekt „Mayflower“: Grammer stellt Sitzproduktion für Nutzfahrzeuge neu auf
  • Blaupause für die Zukunft: Standort Haselmühl wird Lead Plant 
  • Bestmögliche Effizienz und Qualität bei hoher Komplexität und Varianz 



Grammer AG, 11. August 2021– Mit dem Projekt „Mayflower“ brechen für das Grammer Werk in Haselmühl spannende Zeiten an, denn ab sofort wird dort eine der größten Fertigungsstätten für Nutzfahrzeugsitze von Grammer komplett neu aufgestellt. Das Ziel ist ebenso klar wie ambitioniert: Haselmühl soll zum weltweit modernsten Standort in seinem Bereich werden. 


„Wir wollen damit eine Blaupause für die ‚Sitzfertigung 4.0‘ schaffen, mit dem Anspruch, Grammer zum fortschrittlichsten Hersteller von Nutzfahrzeugsitzen weltweit zu entwickeln“, erklärt Jens Öhlenschläger, Technikvorstand der Grammer AG. „Mit dem Projekt ‚Mayflower‘ wird Haselmühl zu unserem Pilotwerk, von dem alle Grammer Standorte weltweit profitieren. Zudem zahlen viele der geplanten Neuerungen direkt auf unsere Nachhaltigkeitsziele ein.“ 


Neun Handlungsfelder als Projektrahmen
Anders als beim namensgebenden historischen Segelschiff der Pilgerväter ist bei „Mayflower“ nicht nur das Ziel klar definiert, auch alle Stufen des Projekts wurden soweit möglich detailliert im Voraus geplant. Die Grundstruktur bilden neun Handlungsfelder, die mit ihren Anfangsbuchstaben das Wort Mayflower bilden – von „M“ wie „Mastered and Predictive Processes“ (vorausschauendes Beherrschen der Prozesse) über „L“ für „Leadership in Digitalization“ (Führungsposition in Sachen Digitalisierung) bis zum „R“, das für „Resilience to external Influences“ (Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Einflüssen) steht.


Umfassendes Investitionsprogramm
Zum Start wurden Unterprojekte definiert und ein umfassendes Investitionsprogramm aufgesetzt: „Wir werden schwerpunktmäßig in den Bereichen Metallverarbeitung, Montage, Logistik und im Betriebsmittelbau ansetzen“, erklärt Klaus Bauer, Werkleiter in Haselmühl. „Dabei verbinden wir modernste Werkzeuge und Technologien aus dem Industrie 4.0-Umfeld mit unserer langjährigen, einzigartigen Expertise für eine Sitzfertigung in höchster Komplexität und Varianz.“ Als Beispiele nennt Bauer unter anderem eine neue, hochflexible 800-Tonnen-Transferpresse, den Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen in der Intralogistik, KI-gestützte Steuerungsprozesse sowie die Umsetzung eines neuen, hochflexiblen Montagekonzeptes. „Alle Innovationen, die wir hier ab sofort und in den kommenden Jahren umsetzen werden, tragen zur Standortsicherung bei“, sagt Bauer. „Ein Schwerpunkt liegt daher auch auf der Arbeitsplatzgestaltung. Hier nutzen wir modernste Automatisierungs- und Digitalisierungsoptionen für den bestmöglichen Gesundheitsschutz unserer Beschäftigten, für optimale Arbeitsbedingungen und Sicherheit.“ 


Kapazitätsausbau für größere Variantenvielfalt 
Auf die kontinuierlich steigende Nachfrage der Nutzfahrzeughersteller nach modell- und markenspezifischen Sitzvarianten stellt Grammer mit dem Projekt „Mayflower“ die Weichen für eine hocheffiziente und flexible Produktion. „Schon heute fertigen wir in Haselmühl täglich mehrere tausend Sitze für mehr als 400 Kunden und verarbeiten dabei über eine Million Teile pro Arbeitstag. Unsere Produktivität werden wir dank ‚Mayflower‘ deutlich erhöhen – und damit unsere Führungsposition auf dem Weltmarkt für Offroad-Nutzfahrzeugsitze weiter ausbauen“, so Bauer. 
 

Unternehmensprofil 
Die Grammer AG mit Sitz in Ursensollen ist in zwei Geschäftsfeldern aktiv: Für die globale Automobilindustrie entwickelt und produziert Grammer hochwertige Interieur- und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Komponenten. Für Lkw, Bahnen, Busse und Offroad-Fahrzeuge ist Grammer Full-Service-Anbieter von Fahrer- und Passagiersitzen. Aktuell beschäftigt die Grammer AG rund 14.000 Mitarbeiter in 20 Ländern weltweit, der Umsatz lag im Jahr 2020 bei rund 1,7 Milliarden Euro. Die Grammer Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.


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