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Grammer mit starkem Anstieg bei Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr und Prognoseerhöhung für das Gesamtjahr

10.08.2016

Grammer mit starkem Anstieg bei Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr und Prognoseerhöhung für das Gesamtjahr

Operatives EBIT mit 35,8 Millionen Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr 

Anstieg des Konzernumsatzes um 21 Prozent auf 861 Millionen Euro

Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr 2016

 

Amberg, 10. August 2016 – Der Grammer Konzern, weltweiter Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze, setzte seinen Erfolgskurs im ersten Halbjahr 2016 eindrucksvoll fort und verzeichnete ein starkes Umsatzwachstum von 21,2 Prozent auf 860,6 Millionen Euro (Vj. 710,2). Zu dieser positiven Geschäftsentwicklung trugen beide Konzernsegmente bei. Diese Performance in den ersten sechs Monaten ist eine starke Basis für den weiteren erfolgreichen Verlauf in 2016 und somit Grundlage für die Erhöhung der Gesamtjahresprognose.

Mit einem Plus von 30,4 Prozent auf 628,1 Millionen Euro (Vj. 481,7) blieb der Heimatmarkt EMEA (Europa-Afrika-Mittlerer Osten) die wachstumsstärkste Region, bedingt durch die erfolgreiche Integration der Reum Gruppe sowie der anhaltend guten Entwicklung in Grammers Kernmärkten in Europa. In der Region Asien-Pazifik (APAC) erzielte Grammer ungeachtet der schwächeren Konjunktur in China und Japan ein Wachstum von 13,0 Prozent auf 116,2 Millionen Euro (Vj. 102,8). Lediglich in der Region Americas gingen die Umsätze aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation in Brasilien auf 116,3 Millionen Euro (Vj. 125,7) leicht zurück.

Operatives EBIT im ersten Halbjahr nahezu verdoppelt
Die Steigerung des operativen EBIT um fast 100 Prozent auf 35,8 Millionen Euro (Vj. 18,0) spiegelt die erfolgreiche operative Entwicklung von Grammer in beiden Konzernsegmenten sowie die positiven Effekte aus der effizienten Umsetzung der Maßnahmen zur Kosten- und Prozessoptimierung wider. Die operative EBIT-Rendite legte entsprechend deutlich um 1,7 Punkte auf 4,2 Prozent (Vj. 2,5 Prozent) zu.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das im Vorjahr noch durch hohe Wechselkurseffekte positiv beeinflusst worden war, stieg um fast 50 Prozent auf 36,4 Millionen Euro (Vj. 24,6) ebenfalls stark an. Die EBIT-Rendite stieg zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent (Vj. 3,5 Prozent).

Das Ergebnis nach Steuern legte auf Basis der operativen Ergebnisse um fast 60 Prozent auf 21,3 Millionen Euro zu (Vj. 13,6).

„Trotz der weiter herausfordernden Bedingungen in einigen Kernmärkten ist Grammer im ersten Halbjahr im Umsatz und Ergebnis erfreulich stark gewachsen. Insbesondere die sehr positive Entwicklung des operativen EBIT bestätigt, dass unsere operativen Maßnahmen wie erwartet Wirkung zeigen und wir unsere Strategie für profitables Wachstum planmäßig und erfolgreich umsetzen. Wir liegen damit klar in unserem Zielkorridor für die weitere positive Entwicklung und Wertsteigung des Grammer Konzerns in den kommenden Monaten und Jahren“, erklärt Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG.

Weiterhin starkes Wachstum im Segment Automotive
Das Segment Automotive blieb im ersten Halbjahr 2016 der Hauptumsatztreiber. Bedingt durch die erstmalige Einbeziehung der Reum Gruppe, neue Serienanläufe sowie die weiterhin rege Nachfrage im Premiumbereich wurden hohe Umsatzzuwächse von 28,3 Prozent auf 635,0 Millionen Euro (Vj. 494,9) erzielt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg deutlich um 43,8 Prozent auf 20,7 Millionen Euro (Vj. 14,4) und die EBIT-Rendite im ersten Halbjahr verbesserte sich von 2,9 Prozent auf 3,3 Prozent. Noch stärker war der Zuwachs beim operativen EBIT, um mehr als 90 Prozent auf 21,4 Millionen Euro (Vj. 11,0). Damit zeigten sich erste positive Effekte aus den in den vergangenen Jahren angestoßenen Optimierungsmaßnahmen und der planmäßigen Reduzierung der Globalisierungskosten.

Umsatzanstieg im Segment Seating Systems trotz schwieriger Marktbedingungen in Brasilien und China
Auch im zweiten Konzernsegment Seating Systems verbuchte Grammer trotz der anhaltenden Marktschwäche in Brasilien und der sich abkühlenden Konjunktur in China erneut ein Umsatzplus um 7,5 Prozent auf 250,5 Millionen Euro (Vj. 233,1). Grund hierfür waren vor allem höhere Umsätze in Europa, welche die Umsatzrückgänge in Brasilien mehr als kompensierten. Aufgrund der anhaltend sehr schwachen Nachfrage in Brasilien und den fehlenden wirtschaftlichen Impulsen für eine schnelle Markterholung mussten im dortigen Grammer Produktionswerk weitere Kapazitätsanpassungen eingeleitet werden.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs trotz dieser Einflussfaktoren und dank der Erholung des Geschäfts in profitablen Kernmärkten im Berichtszeitraum auf 20,0 Millionen Euro (Vj. 16,0) um 25 Prozent, mit einem entsprechenden Anstieg der EBIT-Rendite auf 8,0 Prozent (Vj. 6,9). Das operative EBIT erreichte mit 18,6 Millionen Euro (Vj. 13,2) sogar einen Zuwachs um über 40 Prozent.

Investitionen in Ausbau der Geschäftstätigkeiten weltweit
Mit insgesamt 19,9 Millionen Euro (Vj. 15,9) lagen die Investitionen des Grammer-Konzerns im ersten Halbjahr über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Ein Großteil der Mittel floss in den Aus- und Aufbau der internationalen Standorte und Fertigungskapazitäten sowie in die weitere Optimierung bestehender Standorte und Prozesse. Während im Bereich Automotive vor allem Investitionen in Zusammenhang mit der Integration der Reum Gruppe notwendig waren, investierte Grammer im Seating-Bereich insbesondere in die Standorte in China und den USA.

Höhere Prognose für das Geschäftsjahr 2016
Grammer erwartet trotz des unverändert schwierigen und volatilen Umfelds für das zweite Halbjahr 2016 eine weiterhin sehr positive Geschäftsentwicklung. Aufgrund saisonaler Effekte sowie geringerer Projektumsätze wird jedoch mit einer leicht geringeren Wachstumsdynamik als noch im ersten Halbjahr zu rechnen sein.

Auf Konzernebene prognostiziert Grammer für 2016 insgesamt eine deutliche Umsatz¬¬steigerung (inkl. Reum Gruppe) von über 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,66 Milliarden Euro.
Auch das Konzern-EBIT in Höhe von mehr als 60 Millionen Euro in 2016 wird den Vorjahreswert sehr deutlich übersteigen.

 

Unternehmensprofil
Die Grammer AG mit Sitz in Amberg ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und Offroad-Fahrzeuge.

Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen sowie hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme für die Automobilindustrie an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Seating Systems umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren, Bau¬maschinen, Stapler) sowie Bahn- und Bussitze.

Mit über 12.000 Mitarbeitern ist Grammer in 20 Ländern weltweit tätig. Die Grammer Aktie ist im SDAX notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.

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