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Grammer AG: Über 20 Prozent Umsatzwachstum im ersten Halbjahr

10.08.2011

Umsatz in der ersten Jahreshälfte auf 537,5 Millionen Euro gesteigert
Konzern-EBIT steigt im ersten Halbjahr auf 25,8 Millionen Euro
Übernahme des Elektronik-Spezialisten EiA Electronics N.V.



Amberg, 10. August 2011 – Die Grammer AG, Automobilzulieferer und Hersteller von Sitzsystemen, legte heute den Zwischenbericht für die ersten sechs Monate 2011 vor. Der Konzern steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr auf 537,5 Millionen Euro (Vj. 444,5). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 20,9 Prozent. Der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs im ersten Halbjahr um 72,0 Prozent auf 25,8 Millionen Euro (Vj. 15,0) an. Die EBIT-Marge stieg entsprechend auf 4,8 Prozent (Vj. 3,4). Treiber für das gestiegene operative Ergebnis waren vor allem die positive Umsatzentwicklung und die verbesserte Kostenstruktur nach den Anpassungsmaßnahmen im Jahr 2010.
Auf Quartalssicht erreichte der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal einen Anstieg um 13,7 Prozent auf 274,5 Millionen Euro (Vj. 241,5). Das Konzern-EBIT verbesserte sich auf 13,7 Millionen Euro (Vj. 11,4). Dies entspricht einer operativen Marge von 5,0 Prozent (Vj. 4,7).


Steigende Nachfrage in allen Märkten
Grammer steigerte den Umsatz in allen Absatzmärkten, wobei der Konzern in Europa und in der Region Übersee besonders erfolgreich war. Der Umsatz in Europa stieg im ersten Halbjahr um 21,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Vj. 290,7) auf 354,5 Millionen Euro. Die Region Übersee verbuchte ein Plus von 20,7 Prozent. Hier legte der Umsatz von 90,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 109,1 Millionen Euro zu. Die Region Ferner Osten/Rest hingegen konnte nicht an die hohe Wachstumsdynamik der Vorquartale anknüpfen, aber auch hier wurde ein Umsatzanstieg von 16,6 Prozent auf 73,9 Millionen Euro verzeichnet (Vj. 63,4).


Bereich Automotive wächst weiter
Weltweit steigende Neuwagen-Zulassungszahlen im Premiumsegment, prosperierende Exportmärkte sowie Produktneuanläufe führten für Grammer im Bereich Automotive zu einem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Automotive-Umsatz summierte sich in der ersten Jahreshälfte auf 341,0 Millionen Euro (Vj. 295,9) und verbesserte sich damit um 15,2 Prozent. Das operative Ergebnis stieg von Januar bis Juni 2011 auf 14,9 Millionen Euro (Vj. 10,2). Die operative Marge verbesserte sich in diesem Zeitraum aufgrund der guten Umsatzentwicklung sowie verbesserten Kostenstruktur auf 4,4 Prozent (Vj. 3,4).
Im zweiten Quartal wurde ein Umsatz von 169,3 Millionen Euro (Vj. 159,5) und ein EBIT von 7,0 Millionen Euro (Vj. 6,5) erreicht. Die EBIT-Marge lag im zweiten Quartal bei 4,2 Prozent (Vj. 4,1).


Seating Systems erzielt im zweiten Quartal erneut starke Zuwächse
Im Unternehmensbereich Seating Systems konnte Grammer aufgrund der stark angestiegenen Nachfrage aus dem Offroad-Markt in Europa, Übersee und Asien an die positive Entwicklung des ersten Quartals 2011 anknüpfen. Auf Halbjahressicht ergab sich insgesamt ein Umsatzplus im Bereich Seating Systems von 50,8 Millionen Euro auf 210,4 Millionen Euro (Vj. 159,6). Der Konzern verbuchte dadurch in diesem Segment einen signifikanten EBIT-Anstieg auf 16,4 Millionen Euro (Vj. 6,7).  Entsprechend stieg die EBIT-Marge im ersten Halbjahr auf 7,8 Prozent (Vj. 4,2).
Der Umsatz im zweiten Quartal allein betrug 111,7 Millionen Euro (Vj. 87,8). Das EBIT erreichte im zweiten Quartal 8,5 Millionen Euro (Vj. 5,8) und somit eine operative Marge von 7,6 Prozent (Vj. 6,6).


Bilanz- und Finanzsituation weiter solide
Am 30. Juni 2011 belief sich das Eigenkapital der Grammer AG auf 197,7 Millionen Euro (31.12.2010: 173,1). Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 33 Prozent. Die Nettofinanzverbindlichkeiten sanken zum 30. Juni 2011 auf 96,9 Millionen Euro (31.12.2010: 113,8). Die Zahlen spiegeln die Verbesserung der Finanzierungssituation sowie der Eigenkapitalposition aufgrund der positiven Ergebnisse und der Kapitalerhöhung im April dieses Jahres  wider.


Grammer kauft Elektronikspezialisten
Die Grammer AG hat am 26. Juli 2011 100 Prozent der Anteile an dem belgischen Elektronikspezialisten EiA Electronics N.V. mit Sitz in Aartselaar, Belgien erworben. EiA Electronics N.V. ist auf die Entwicklung, die Integration und den Vertrieb von Elektronikkomponenten für Offroad-Nutzfahrzeuge spezialisiert. Mit dem Zukauf erweitert Grammer seine technologische Basis im Bereich Elektronik. Der Kaufpreis für den Erwerb von EiA Electronics N.V. betrug 10,5 Millionen Euro. Für die Finanzierung der Akquisition standen nach der Kapitalerhöhung ausreichend Eigenmittel zur Verfügung.



Umfassende Investitionen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen im ersten Halbjahr 2011 lagen mit 16,9 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (Vj. 15,5). Von Januar bis Juni wurden die Mittel vor allem im Segment Seating Systems für den Aufbau der Produktion von gefederten Sitzen investiert. Hier lagen die Investitionen bei 10,5 Millionen Euro (Vj. 5,4). Im Segment Automotive hatten die Investitionen im 1. Halbjahr einen Umfang von 6,1 Millionen Euro (Vj. 10,1).


Neue Mitarbeiter eingestellt
Zum 30. Juni 2011 waren im Grammer Konzern 8.369 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet gegenüber dem 30. Juni 2010 einen leichten Zuwachs um 8,0 Prozent. Im Segment Automotive stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 4.934 im Vorjahr auf 5.115 an. Die anziehende Konjunktur und Neuanläufe hatten zu erhöhtem Mitarbeiterbedarf im Ausland in der Produktion geführt. Das Segment Seating Systems beschäftigte zum 30. Juni 2011 insgesamt 3.075 Mitarbeiter (30.06.10: 2.635). Auch in diesem Segment erforderten die Umsatzzuwächse einen höheren Personalbedarf.


Prognose für das Gesamtjahr 2011
Für das Gesamtjahr 2011 rechnet der Vorstand der Grammer AG mit einem Umsatzwachstum von 10 Prozent auf knapp über 1 Milliarde Euro und einer EBIT-Rendite von rund 4,4 Prozent.
Die Risiken bei den Rohstoffpreisen, Wechselkursen und der weltweiten konjunkturellen Entwicklung bestehen weiterhin und haben sich gegenüber der bisherigen Einschätzung nicht wesentlich verändert. Aus heutiger Sicht sind die Absatzmärkte im Bereich Automotive und Seating Systems weiterhin robust, allerdings müssen Auswirkungen aufgrund einer möglichen konjunkturellen Abkühlung genau beobachtet werden, um bei Veränderungen schnellstmöglich reagieren zu können.



Unternehmensprofil
Die GRAMMER AG, Amberg, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroadfahrzeuge (Traktoren, Baumaschinen, Stapler), Lkw, Busse und Bahnen. Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen und integrierte Kindersitze an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Seating Systems umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze sowie Bahn- und Bussitze. Mit über 8.000 Mitarbeitern in 23 vollkonsolidierten Gesellschaften ist GRAMMER weltweit in 17 Ländern tätig. Die GRAMMER Aktie ist im S-DAX vertreten und wird an den Börsen München und Frankfurt, über das elektronische Handelssystem Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt.


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