Verteuerungen beeinflussten Grammer Ergebnis

Amberg, 15. November 2007 – Die Grammer AG konnte im dritten Quartal an die Absatzsteigerungen des ersten Halbjahres anknüpfen. Der Konzernumsatz legte im Zeitraum Juli bis September gegenüber der Vorjahresperiode um 15,9 Prozent auf 243,1 Mio. Euro (Vj. 209,8) zu. In den ersten neun Monaten stiegen die Umsatzerlöse auf 735,1 Mio. Euro (Vj. 657,9). Zum deutlichen Wachstum trugen alle drei Unternehmenssegmente bei. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erreichte im dritten Quartal 2,7 Mio. Euro (Vj. 4,6). Bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres verzeichnete Grammer ein EBIT von 26,9 Mio. Euro (Vj. 29,1). Ertragsmindernd wirkte sich die zunehmende Verteuerung einiger osteuropäischer Produktions-standorte aus. Vor allem die Aufwertung der Währungen und wachsende Lohn- und Infrastrukturkosten belasteten das Ergebnis. Hinzu kamen steigende Rohstoffpreise und der schwache US-Dollar. Unter dem Einfluss der genannten Faktoren beläuft sich der Jahresüberschuss für die ersten neun Monate auf 13 Mio. Euro (Vj. 14,4).

 

Automotive mit positiven Wachstumsimpulsen
Im dritten Quartal setzte sich die gute Auftragssituation des ersten Halbjahres fort. So begann Grammer im September mit der Belieferung der crashaktiven Kopfstütze für die 5er- und 6er-Reihe von BMW sowie für dessen X3- und X5-Modelle. In der Automotivesparte kletterte der Umsatz von Januar bis zum September des Jahres um 12,7 Prozent auf 479,9 Mio. Euro (Vj. 425,7). Im dritten Quartal wuchs der Bereich um 162,6 Mio. Euro (Vj. 135,7). Beeinträchtigt durch die oben beschriebenen Einflussfaktoren erreichte das Sparten-EBIT 11,1 Mio. Euro (Vj. 16,6).

 

Fahrersitzsegment auf profitablem Wachstumskurs
Auch im Fahrersitzsegment stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten deutlich an: 228,3 Mio. Euro (Vj. 202,8) bedeuten ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2006. Allein im dritten Quartal konnte die Sparte um 75 Mio. Euro (Vj. 63,2) zulegen. Das EBIT spiegelt ebenfalls die gute Entwicklung des Segments. Mit 17,8 Mio. Euro (Vj. 16,6) im Zeitraum von Januar bis September 2007 übertraf es den vergleichbaren Wert des Vorjahres um 7,2 Prozent. Diese Zahlen reflektieren die unverändert gute Marktstellung des Segments mit innovativen Produkten und einer etablierten Marktführerschaft – besonders im Offroadmarkt.

 

Passagiersitzsparte profitiert von Internationalisierung
Trotz Sommerpause betrug das Umsatzwachstum des Passagiersitzsegments im dritten Quartal 13,4 Mio. Euro (Vj. 11,8). In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 26 Prozent auf 41,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen  verbesserte sich in diesem Zeitraum um 7 Prozent auf - 0,79 Mio. Euro (Vj. - 0,84). Einen wesentlichen Beitrag zu diesen  Zahlen leistete die gute Auftragssituation, welche zunehmend durch internationale Projekte gestärkt wurde.

 

Maßnahmen zur Rentabilitätssteigerung
Mit deutlichen Maßnahmen zur Verschlankung der Organisation im Automotivesegment und Straffung der Prozesse soll die Rentabilität des Automotivebereichs – und damit des Gesamtunternehmens – bis 2009 wieder auf Plankurs gebracht werden. Das Rentabilitätsprogramm sieht Schritte sowohl zur Verbesserung der Produktivität als auch zur Reduzierung von Material- und Qualitätskosten vor, um den steigenden Verteuerungen durch Rohstoffe und Währungsentwicklungen entgegenzuwirken.

Für das Gesamtjahr 2007 rechnet Grammer mit einem Umsatzzuwachs von 10 Prozent gegenüber 2006. Beim Ertrag prognostiziert das Unternehmen ein EBIT von 32 Mio. Euro. Bis 2009 will Grammer beim Umsatz die Milliardengrenze überschritten und eine EBIT-Rendite von über 5 Prozent erreicht haben.

 

Belegschaft vergrößert
Das Wachstum des Grammer Unternehmens macht sich auch bei den Mitarbeiterzahlen bemerkbar. Vorrangig durch Neueinstellungen im Automotivebereich wuchs die Zahl der Mitarbeiter zum 30. September auf weltweit 9.470 (Vj. 8.755). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von 8,3 Prozent.

 

Umsatz- und EBIT-Entwicklung der Grammer AG

 

 

Januar – September 2007

Januar – September 2006

 

in Mio. EUR

in Mio. EUR

Umsatz

 

 

Konzern

735,1

657,9

      Automotive

479,9

425,7

      Fahrersitze

228,3

202,8

      Passagiersitze

41,6

21,3

EBIT

 

 

Konzern

26,9

29,1

      Automotive

11,1

16,6

      Fahrersitze

17,8

16,6

      Passagiersitze

-0,79

-0,84


Hinweis an die Redaktionen:
Der Bericht zum 30. September 2007 der Grammer AG steht auf der Homepage des Unternehmens unter
www.grammer.com zum Download bereit.


Kurzportrait
Die Grammer AG, Amberg, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroadfahrzeuge, Lkw, Busse und Bahnen. Grammer liefert in seinem umsatzstärksten Unternehmensbereich „Automotive“ Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen sowie integrierte Kindersitze an namhafte Pkw-Hersteller und die Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Der zweite Unternehmensbereich „Seating Systems“ umfasst die Segmente Fahrer- und Passagiersitze. Hier ist Grammer im Bereich Fahrersitze sowohl im Erstausrüster- als auch im Nachrüstgeschäft tätig und beliefert namhafte Hersteller von Lkw und Offroadfahrzeugen. Im Segment Passagiersitze bietet Grammer seine Produkte Erstausrüstern und Betreibern von Bahnen an. Mit über 9.000 Mitarbeitern in 21 vollkonsolidierten Gesellschaften ist Grammer in 17 Ländern weltweit tätig. Die Grammer Aktie ist im SDAX vertreten und wird an den Börsen München und Frankfurt, über die elektronische Plattform Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt.

 

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