Grammer-Umsatz steigt im ersten Quartal um 25 %

EBIT stark erhöht

Optimistische Prognosen für 2001

Amberg, 8. Mai 2001 - Die Grammer AG, Amberg, weltweit tätiger Hersteller von Sitzen, Sitzsystemen und Pkw-Ausstattungsteilen, untermauert mit der weiterhin positiven Entwicklung im traditionell umsatz- und ertragsstarken ersten Quartal die optimistischen Prognosen für das Gesamtjahr 2001. In den ersten drei Monaten 2001 kletterte der Konzernumsatz gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um fast 25 % auf 377,9 Mio. DM (Vj. 303,6), das EBIT ist stark auf 29,0 Mio. DM (Vj. 14,6) gestiegen.

Diese Entwicklung wird sich im weiteren Jahresverlauf etwas abschwächen. Im Gesamtjahr 2001 erwartet Grammer einen Umsatzanstieg um rund 10 % (2000: 1,3 Mrd. DM) im Konzern. Deutlich überproportional dazu steigt voraussichtlich das Ergebnis, da das erfolgreich fortgeführte Restrukturierungsprogramm im laufenden Jahr 2001 sein volles Kostensenkungspotenzial entfaltet.

Starker Umsatzanstieg bei Pkw-Ausstattungen Durch ein Umsatzplus von nahezu 32 % auf 251,6 Mio. DM (Vj. 191,2) erhöhte sich der Anteil des größten Produktbereichs Pkw-Ausstattungen im ersten Quartal auf rund zwei Drittel des Konzernumsatzes. Ausschlaggebend für den Anstieg waren insbesondere eine rege Nachfrage von Herstellern hochwertiger Fahrzeuge sowie mehrere Neuanläufe. Ein Wachstum von rund 23 % auf 100,3 Mio. DM (Vj. 81,8) wurde im Geschäftsfeld Fahrersitze erwirtschaftet. Hier schlug insbesondere die Einführung des neuen Lkw-Sitzes MSG 90.5 positiv zu Buche. Im Bereich Passagiersitze lag der Umsatz vor allem aufgrund der Auftragsverschiebung der Besteller aus dem Hochgeschwindigkeitsbereich der Deutschen Bahn sowie der schlechten wirtschaftlichen Situation in der Türkei mit 23,8 Mio. DM (Vj. 28,6) rund 17 % unter dem Vorjahreswert. Der sonstige Umsatz belief sich im Konzern auf 2,2 Mio. DM (Vj. 2,0).

Einen Großteil des Umsatzanstiegs erzielte der Grammer-Konzern in den ersten drei Monaten im Ausland. Dort nahm das Volumen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 43 % auf 179,1 Mio. DM (Vj. 125,1) zu. Der Inlandsumsatz vergrößerte sich im Quartalsvergleich um über 11 % auf 198,8 Mio. DM (Vj. 178,5).

Hohes Ergebnisplus Bedingt durch das höhere Geschäftsvolumen sowie das konsequent weitergeführte Restrukturierungsprogramm wurde beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein Zuwachs auf 21,7 Mio. DM (Vj. 6,1) erzielt. Nach Steuern kletterte der Überschuss im ersten Quartal 2001 auf 16,7 Mio. DM (Vj. 4,3). Der Gewinn je Aktie nach der DVFA/SG-Formel lag bei 2,38 DM (Vj. 0,61) bzw. 1,22 € (Vj. 0,31).

Investitionen aus Cash Flow finanziert Die Investitionen im Grammer-Konzern wurden bis Ende März 2001 auf insgesamt 11,8 Mio. DM zurückgeführt (Vj. 19,6) und komplett aus dem Cash Flow von 32,4 Mio. DM (Vj. 20,0) finanziert. Die Abschreibungen im Konzern lagen mit 14,0 Mio. DM leicht unter Vorjahr (Vj. 14,4).

Am 31.3.2001 waren im Grammer-Konzern 7.610 Mitarbeiter (Vj. 6.696) im In- und Ausland beschäftigt. Die Personalkosten stiegen im Periodenvergleich von 72,5 Mio. DM auf 77,8 Mio. DM. Gemessen am Umsatz verringerte sich die Quote von 23,9 % auf 20,6 %.

Neuer Finanzinvestor stärkt Kapitalbasis Durch den Ende April 2001 geschlossenen Vertrag mit von Schroder Ventures beratenen Investoren, der die Zeichnung einer Kapitalerhöhung und die Übernahme der Aktienmehrheit vorsieht, fließen Grammer Mittel in Höhe von 85,5 Mio. DM zu. Dadurch kann die Verschuldung im Konzern reduziert und die Eigenkapitalbasis gestärkt werden. Der Finanzmittelbestand zum Stichtag 31.3.2001 belief sich auf -227,6 Mio. DM (Vj. -211,0); die Eigenkapitalquote betrug 12,6 %.

 

 

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