Grammer optimiert Standort Wackersdorf

Geschäftsleitung und Betriebsrat einigen sich auf Restruktu-rierung / Erhebliche Synergien durch Verlagerung der Ersatzteilproduktion aus Haselmühl

 

Amberg, 22. Februar 2008 – Die Grammer Gruppe wird ihre Produk-tion im Innovationspark Wackersdorf nach einer Restrukturierung aufrechterhalten und zudem die Fertigung von Ersatzteilen von Ha-selmühl an diesen Standort verlagern. In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat hat das Unternehmen konkrete Maßnahmen beschlossen, um die Rentabilität der Produktion in Wackersdorf zu verbessern. Diese strukturelle Anpassung soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts in Zukunft sichern.


Deutliche Optimierung der Produktionsstruktur


In Wackersdorf produziert die Grammer Gruppe bisher ausschließlich Innenraumkomponenten für verschiedene BMW-Baureihen.


Die strukturelle Neuausrichtung des Werks sieht eine deutliche Straf-fung der Produktionsorganisation und die Verschlankung der Verwal-tung vor. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen dazu ent-schlossen, die Belegschaft von derzeit insgesamt rund 140 Mitarbei-tern am Standort um rund 30 Prozent zu reduzieren. Der Betriebsrat hat diesem Restrukturierungskonzept zugestimmt. Der Abbau der Arbeitsplätze in Wackersdorf erfolgt im Rahmen des aktuellen kon-zernweiten Restrukturierungsprogramms, das insgesamt eine Redu-zierung von weltweit 780 Arbeitsplätzen vorsieht.


Zusätzliche Geschäftsaktivitäten am Standort

Aus strategischen Gründen wird das Unternehmen in Kürze den für die Produktion von Ersatzteilen im Nutzfahrzeugbereich zuständigen Geschäftsbereich „Service & Parts“ nach Wackersdorf verlagern. Dieser Bereich mit insgesamt rund 50 Mitarbeitern ist zurzeit noch im Werk im nahe gelegenen Haselmühl ansässig. Diese Verlagerung bringt positive Effekte im Rahmen der Neuausrichtung der unterneh-merischen Standortpolitik. So werden dadurch am Produktionsstand-ort Haselmühl dringend benötigte Flächen frei, die für den weiteren Ausbau der Fertigung von Sitzsystemen für Offroad-Fahrzeuge ge-nutzt werden können. Das Unternehmen schafft damit eine wichtige Voraussetzung, um noch stärker als bisher von der sehr guten Auf-tragslage in diesem Segment zu profitieren.



Die Entscheidung ist die optimale Lösung für die Standorte Wackers-dorf und Haselmühl, ein klares Signal der Verläßlichkeit an die Kun-den und ein weiterer Schritt zur Umsetzung der eingeschlagenen Strategie. Mit der Verlagerung der Ersatzteilproduktion nach Wa-ckersdorf und der Verschlankung der dortigen Organisation werden die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes auf Dauer gestärkt und wei-tere Synergien im Konzern gehoben. Gleichzeitig können im Bereich Seating in Haselmühl zusätzliche Chancen für profitables Wachstum genutzt werden.


Kurzportrait


Die Grammer AG, Amberg, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstel-lung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroadfahrzeuge, Lkw, Busse und Bah-nen. Grammer liefert in seinem umsatzstärksten Unternehmensbereich „Au-tomotive“ Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen sowie integrierte Kin-dersitze an namhafte Pkw-Hersteller und die Systemlieferanten der Fahrzeug-industrie. Der zweite Unternehmensbereich „Seating Systems“ umfasst die Segmente Fahrer- und Passagiersitze. Hier ist Grammer im Bereich Fahrer-sitze sowohl im Erstausrüster- als auch im Nachrüstgeschäft tätig und beliefert namhafte Hersteller von Lkw und Offroadfahrzeugen. Im Segment Passagier-sitze bietet Grammer seine Produkte Erstausrüstern und Betreibern von Bah-nen an. Mit über 9.000 Mitarbeitern in 21 konsolidierten Gesellschaften ist Grammer in 17 Ländern weltweit tätig. Die Grammer Aktie ist im SDAX vertre-ten und wird an den Börsen München und Frankfurt über die elektronische Plattform Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Ham-burg gehandelt.

 

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