Grammer koordiniert Digitalisierungsprojekt AdaProQ: Adaptive Prozessketten als Schlüssel für die Produktion 4.0

  • Kooperationsprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
  • Gesamtvolumen von 19,1 Millionen Euro für die Digitalisierung der Produktionsketten von Fahrzeugherstellern und der Zulieferindustrie
  • Grammer ist Verbundkoordinator in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik sowie Partnerunternehmen aus der Automobilbranche



Grammer AG, 24. März 2022 – AdaProQ – kurz für Adaptive Prozessketten zur Steigerung der Produktionsqualität und -effizienz – ist ein Digitalisierungsprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, bei dem die Grammer AG als Verbundkoordinator eine zentrale Rolle übernimmt. „Mit AdaProQ machen wir zusammen mit unseren starken Partnern aus der Automotive- und Zulieferindustrie den nächsten Schritt in Richtung Produktion 4.0“, erklärt Jens Öhlenschläger, Technikvorstand der Grammer AG. „Gemeinsam arbeiten wir an tragfähigen Lösungen für die digital vernetzte, adaptive Produktionskette der Zukunft. Unterstützt durch Partner wie das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, schafft das Projekt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Durch regelmäßigen Austausch bauen wir gemeinsames Know-how auf, von dem die ganze Branche am Standort Deutschland profitiert.“


Ziel sind einheitliche, digitale Prozesse und Strukturen in den Fertigungs- und Lieferketten der deutschen Automobilindustrie, die an den Standorten der beteiligten Unternehmen erarbeitet werden. Bei Grammer sind das vor allem die Werke in Haselmühl und Ebermannsdorf. In regelmäßigen Meetings der Projektpartner wird aus Einzelschritten wie der Erstellung von digitalen Werkstückzwillingsdaten, der eindeutigen Identifizierung von Bauteilen zur Qualitätskontrolle sowie der optimalen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine (Human-Machine-Interface) ein selbstregelndes Framework.


Durch die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wird nicht nur eine ganzheitlichere und aktivere Qualitätssicherung möglich, durch die Vereinheitlichung werden die Produktions- und Lieferprozesse ebenso effizienter und kostensparender. Um dieses ehrgeizige Vorhaben umzusetzen, steht ein Gesamtprojektvolumen von insgesamt 19,1 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden im Mittel über alle Partner mehr als 50 Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert, den Rest bringen die Projektpartner ein.


Nachdem im Oktober 2021 der Startschuss fiel, arbeiten die Verantwortlichen bei Grammer aktuell zusammen mit Spezialisten an einer Bestandsaufnahme der Produktionsmaschinen und -bedingungen, um konkret die nächsten Schritte planen zu können. Im Hinblick auf die geplante Digitalisierung geht es dabei zunächst um möglichst breit nutzbare Hard- und Softwarestandards und Schnittstellen. Sind diese identifiziert und mit den Projektpartnern abgestimmt, können erste neue Prozesse und Strukturen implementiert werden.

 

Über AdaProQ
Das Digitalisierungsprojekt AdaProQ ist eine Kooperation zwischen dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, Partnern aus der Automobilindustrie und der Grammer AG. Das Projektvolumen liegt bei 19,1 Millionen Euro, der Förderanteil des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz beträgt im Mittel über alle Partner mehr als 50 Prozent. Ziel ist ein generisches Methodenframework für adaptive Prozessketten zur Steigerung der Produktionsqualität und -effizienz in der deutschen Automobilindustrie. Neben der Grammer AG sind folgende Unternehmen Teil des Teams: Gestamp Autotech Engineering Deutschland GmbH, Batix Software GmbH, Eichsfelder Schraubenwerk GmbH, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V, Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU), KAP Surface Holding GmbH, Merantix Labs GmbH, Promess Gesellschaft für Montage- und Prüfsysteme mbH, OptWare GmbH, Schütz + Licht Prüftechnik GmbH, Senodis Technologies GmbH, Siemens AG, Volkswagen AG. Mehr erfahren: www.adaproq.de


Unternehmensprofil
Die Grammer AG mit Sitz in Ursensollen ist in zwei Geschäftsfeldern aktiv: Für die globale Automobilindustrie entwickelt und produziert Grammer hochwertige Interieur- und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Komponenten. Für Lkw, Bahnen, Busse und Offroad-Fahrzeuge ist Grammer Full-Service-Anbieter von Fahrer- und Passagiersitzen. Aktuell beschäftigt die Grammer AG rund 14.000 Mitarbeiter in 20 Ländern weltweit, der Umsatz lag im Jahr 2020 bei rund 1,7 Milliarden Euro. Die Grammer Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.


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