Grammer im ersten Quartal 2000 mit deutlichem Umsatz- und Ergebniszuwachs

Positive Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt

Amberg, 18. Mai 2000 - Die Grammer AG, Amberg, weltweit tätiger Hersteller von Sitzen, Sitzsystemen und Pkw-Ausstattungsteilen, kann für die ersten drei Monate 2000 steigende Umsatz- und Ergebniszahlen vermelden und bestätigt damit die Prognosen für das Gesamtjahr. Aus heutiger Sicht wird 2000 im Konzern ein Umsatzanstieg um rund 13% auf 1,25 Mrd. DM (Vj. 1,1) und mit einem EBIT von 40 Mio. DM eine deutliche Verbesserung der Ertragslage erreicht (Vj. -4,8).

 

Im Berichtszeitraum machten sich die ersten Effekte aus dem Restrukturierungskonzept bereits bemerkbar, mit dem Grammer die gewohnte Ertragskraft im Konzern wiedererlangen will. Die Schwerpunkte lagen sowohl auf kurzfristigen Maßnahmen zur Kostensenkung als auch auf der Erarbeitung langfristiger Aktivitäten zur Verbesserung der Strukturen.

 

Positives Ergebnis vor und nach Steuern

 

Der operative Gewinn (EBIT) im Grammer Konzern stieg per Ende März auf 14,6 Mio. DM (Vj. 7,8), und übertraf damit den im Restrukturierungsprogramm formulierten Planwert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 23% auf 7,5 Mio. DM (Vj. 6,1). Gegenüber dem Vergleichszeitraum hat sich der Konsolidierungskreis im Konzern um vier Gesellschaften erweitert. Auch nach Steuern wurde im ersten Quartal 2000 ein Überschuss erzielt, der sich auf 4,3 Mio. DM belief nach 2,8 Mio. DM im Vergleichszeitraum. Gemäß der DVFA/SG-Formel errechnet sich ein Gewinn von 0,60 DM je Aktie (Vj. 0,40). Unterteilt nach Segmenten ergibt sich beim Brutto-Ergebnis (EBIT) ohne Berücksichtigung der Zentralbereiche folgendes Bild: Der Produktbereich Pkw-Ausstattungen erzielte in den ersten drei Monaten 2000 einen Gewinn von 9,1 Mio. DM, die Sparte Fahrersitze 5,0 Mio. DM und das Segment Passagiersitze 2,1 Mio. DM.

 

Umsatzanstieg um 10%

 

Der konsolidierte Umsatz der Grammer-Gruppe erhöhte sich im ersten Quartal auf 303,6 Mio. DM und lag damit rund 10% über dem entsprechenden 1999er Wert (Vj. 276,1). Während im Ausland ein Plus um nahezu 26% auf 125,1 Mio. DM (Vj. 99,7) erzielt werden konnte, stieg das im Inland erzielte Geschäftsvolumen aufgrund des hohen Vorjahresniveaus infolge der erstmaligen Konsolidierung der übernommenen Butz-Gesellschaften nur leicht auf 178,5 Mio. DM (Vj. 176,4).

 

Aufgrund höherer Abrufe verzeichnete den größten Zuwachs im ersten Quartal 2000 der Produktbereich Passagiersitze mit einem Wachstum von 40% auf 28,6 Mio. DM (Vj. 20,4). Im Geschäftsfeld Fahrersitze wurde ein Plus von rund 27% auf 81,8 Mio. DM (Vj. 65,9) erzielt, der Bereich Pkw-Ausstattungen lag mit 191,2 Mio. DM (Vj. 188,2) um rund 2% über dem Vorjahresquartal. Mit einem Anteil von 63% am gesamten Konzernvolumen (Vj. 68%) ist dieses Segment Hauptumsatzträger bei Grammer, gefolgt von der Sparte Fahrersitze mit 27% (Vj. 34%) und dem Produktbereich Passagiersitze mit 9% (Vj. 7%). Der sonstige Umsatz belief sich auf 2,0 Mio. DM (Vj. 1,6).

 

Neue Aufträge

 

Im Bereich Fahrersitze war eines der Highlights im ersten Quartal die Markteinführung der neuen Lkw-Fahrzeuggeneration von MAN, die komplett mit dem Grammer-Sitz MSG 90.5 ausgestattet werden. Das Modell wurde exklusiv für den Kunden MAN entwickelt und setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Ergonomie, Bedienkomfort, Design und passive Sicherheit. Grammer, bisher bereits 100%-Lieferant bei der leichten Klasse von MAN, ist nun Alleinausrüster für alle Modellreihen des deutschen Nutzfahrzeugherstellers.

 

Darüber hinaus beliefert Grammer neu den Lkw-Hersteller Iveco Magirus in Ulm und hat für die Reihe "Midlum" des Herstellers Renault V.I. eine Doppelsitzbank entwickelt, die seit Februar bei 60% der Lkws auf der Beifahrerseite eingebaut wird. Sehr erfreulich ist auch ein Neuauftrag in Brasilien, der die Lieferung von zwei verschiedenen Lkw-Sitzmodellen an den Hersteller Navistar International Corp. do Brasil Ltda. umfasst.

 

Im Passagiersitz-Bereich wurden in Deutschland Abrufe bei den Hochgeschwindigkeitsmodellen ICE 3 und ICT vorgezogen. Außerdem ging im Busbereich ein hohes Auftragsvolumen aus Italien und der Türkei ein.

 

Investitionen aus eigener Kraft finanziert

 

Im Grammer-Konzern wurden im ersten Quartal 2000 insgesamt 19,6 Mio. DM investiert. Bereinigt um Erstkonsolidierungeffekte beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen im Berichtszeitraum auf knapp 10 Mio DM (Vj. 13,1). Mit einem Cash Flow von 20,0 Mio. DM (Vj. 15) konnten die gesamten Investitionen im Berichtszeitraum aus eigener Kraft finanziert werden. Die Abschreibungen stiegen im Konzern von 12,2 Mio. DM auf 14,4 Mio. DM.

 

6.696 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt

 

Am 31.3.2000 waren weltweit 6.696 Mitarbeiter im Grammer Konzern beschäftigt nach 5.428 am entsprechenden Vorjahresstichtag. Seit dem 31.12.1999 stieg die Zahl auf 253 Beschäftigte. Dabei stand dem Abbau in den deutschen Zentralbereichen der Anlauf von Werken und neuen Produkten gegenüber. Die Personalkosten erhöhten sich im Quartalsvergleich von 62,8 Mio DM auf 72,5 Mio DM.

 

Stärkung der Eigenkapitalbasis geplant

 

Eine wichtige Aufgabe im Jahr 2000 bleibt die Stärkung der Eigenkapitalbasis. Ziel ist eine Quote von 17% aus Gewinnthesaurierung im Jahr 2001. Zum 31.3.2000 lag der Wert bei 9,7%. Daneben steht die weitere Umsetzung des Restrukturierungsprogramms im Zentrum der Aktivitäten.

 

Ansprechpartner:

Claudia Wieland - TIK Text, Information & Kommunikation GmbH

Tel.: 0911 95 97 871, Fax: 0911 95 97 880

Den ausführlichen Zwischenbericht finden Sie unter www.smax.de.