Bei Grammer ging es im ersten Halbjahr spürbar aufwärts

Ergebnisprognose für 2000 wird voraussichtlich übertroffen

Amberg, 22. August 2000 - Die Grammer AG, Amberg, weltweit tätiger Hersteller von Sitzen, Sitzsystemen und Pkw-Ausstattungsteilen, kann für die ersten sechs Monate 2000 eine deutlich positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung melden. Durch die bisher umgesetzten Einsparmaßnahmen aus dem Anfang des Jahres eingeleiteten Restrukturierungskonzept konnten die Kosten im Konzern bereits deutlich reduziert werden. Dadurch stand dem um 21% erhöhten Umsatzvolumen von 641,2 Mio. DM (Vj. 529,7) ein deutlich verringertes Aufwandsniveau gegenüber. Vor Abzug von Steuern und Zinsen wurde im ersten Halbjahr ein EBIT von 33,2 Mio. DM erzielt, das entspricht einem Zuwachs von nahezu 77% gegenüber dem entsprechenden Wert von 1999 (Vj. 18,8). Das Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um rund 53% auf 18,6 Mio. DM (Vj. 12,1). Gemäß der DVFA/SG-Formel errechnet sich ein Gewinn von 1,90 DM je Aktie (Vj. 0,89).

 

Deutliche Gewinne im Gesamtjahr erwartet

 

In den ersten zwei Quartalen konnten neue Aufträge in allen drei Produktbereichen dazu gewonnen werden, so dass die Kapazitäten bis weit über das Jahresende 2000 ausgelastet sind. Auf Basis dieser ungebrochen hohen Nachfrage bestätigt Grammer das für 2000 geplante Umsatzplus von 13% auf 1,25 Mrd. DM (Vj. 1,1). Gleichzeitig wird im Gesamtjahr mit einem deutlichen Gewinn vor und nach Steuern gerechnet, obwohl sich die Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm erst 2001 in vollem Umfang auswirken. Aus heutiger Sicht kann das anvisierte EBIT von rund 40 Mio. DM (Vj. -4,8) übertroffen werden.

 

Umsatzzuwachs vor allem im Ausland

 

Zum Umsatzzuwachs im Grammer-Konzern, in dem Ende Juni insgesamt 6.763 Mitarbeiter beschäftigt waren (Vj. 5.498), hat in der Berichtsperiode vor allem das sehr gute Auslandsgeschäft beigetragen, das sich um 56% auf 283,7 Mio. DM (Vj. 181,9) erhöhte. Der im Inland erzielte Umsatz kletterte leicht auf 357,5 Mio. DM (Vj. 347,8). Vergleicht man die Segmente, ergibt sich bei Fahrersitzen ein Anstieg um rund 18% auf 173,3 Mio. DM (Vj. 146,7), der Umsatz im Produkt-bereich Pkw-Ausstattungen nahm ebenfalls um 18% auf 400,7 Mio. DM zu (Vj. 339,5). Der prozentual größte Zuwachs wurde in der Sparte Passagiersitze erzielt, die in den ersten sechs Monaten mit 63,8 Mio. DM rund 62% über dem Vorjahresniveau lag (Vj. 39,5). Der sonstige Umsatz im Konzern ging auf 3,4 Mio. DM zurück (Vj. 4,0).

 

Investitionen aus eigener Kraft finanziert

 

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände be-liefen sich im ersten Halbjahr 2000 auf insgesamt 27,7 Mio. DM (Vj. 35,4). Ein Schwerpunkt war die Errichtung des Competence Centers in Haselmühl bei Am-berg, in dem die Bereiche Versuch, Musterbau und Metall-Labor konzentriert wurden. Darüber hinaus wurde in neue Werkzeuge und Maschinen, insbesondere im Zusammenhang mit den Produktneuanläufen, investiert. Die Ausgaben konnten im Berichtszeitraum aus dem Cash-Flow finanziert werden, der im Konzern auf 44,5 Mio. DM stieg (Vj. 32,5).

 

Stärkung der Eigenkapitalbasis geplant

 

Das Eigenkapital lag am 30.6.00 bei 85,0 Mio. DM; daraus errechnet sich ein Anteil von 11% an der Konzernbilanzsumme gegenüber 9% am Jahresende 1999. Vor diesem Hintergrund ist die Stärkung der Eigenmittel ein vorrangiges Ziel in der Grammer AG.

 

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