24.09.2018

Investition in die Wirbelsäulenforschung: Grammer European Spine Journal Award 2018

Sechs Wissenschaftler der Universität Auckland erhalten höchst-dotierte Auszeichnung im Bereich der Wirbelsäulenforschung

Amberg, 24. September 2018 – Im Rahmen des größten europäischen Wirbelsäulen-Kongresses „EUROSPINE 2018“, der in diesem Jahr vom 19. bis 21. September in Barcelona stattgefunden hat, wurde bereits zum neunzehnten Mal der Grammer European Spine Journal Award verliehen. Diese mit einem Preisgeld von 20.000 Euro weltweit höchstdotierte Auszeichnung in der Wirbelsäulenforschung prämiert jedes Jahr herausragende Leistungen in der Grundlagenforschung und angewandten Wissenschaft. Gestiftet wird der begehrte Preis von Grammer und dem „European Spine Journal“. Ein Expertengremium, das sich aus Herausgebern und Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats des „European Spine Journal“ zusammensetzt, wählt den besten Beitrag, der im vergangenen Jahr in dieser renommierten Fachzeitschrift publiziert wurde.

Eine Schädigung der Bandscheiben in der Lendenwirbelsäule ist bekanntlich eine der möglichen Ursachen von Rückenschmerzen, die in der heutigen Welt sehr viele Menschen betreffen. Die Bandscheiben verbinden die Wirbelkörper und machen die Wirbelsäule beweglich. Sie bestehen aus aufwändigen Strukturen, die hohen und komplexen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Wie und wo die Schäden in der Bandscheibe entstehen und welche Bedingungen dafür verantwortlich sind ist bis heute wenig bekannt. Eine Gruppe von Wirbelsäulenwissenschaftlern um Neil Broom von der Universität Auckland in Neuseeland erhielt den diesjährigen Grammer European Spine Journal Award für ihre Forschung an der Lendenwirbelsäule, die solche Schädigungsbedingungen näher bestimmte. In ihren Untersuchungen simulierten sie Belastungsarten, die häufig bei vielen Arbeits- oder Freizeitumgebungen vorkommen, an isolierten Wirbelsäulenpräparaten von Schafen. Die Aucklander Wissenschaftler kombinierten Kräfte, die schweres Heben, Vorwärtsbeugen, Seitwärtsbewegungen und Wirbelsäulenrotation erzeugen mit entweder langsamer oder schneller Einwirkung. Ihre Untersuchungen zeigten, dass komplexe Kräfte und Momente, besonders bei schnellem Einwirken, das Risiko einer Schädigung der Bandscheibe stark erhöhten. Ihre Studie ist potentiell sehr relevant für Personen, die schnelle Sportaktivitäten ausführen, oder zum Beispiel in Offroad-Fahrzeugen unterwegs sind, bei denen Arbeitshaltungen mit hohen Beschleunigungen und Rumpfdrehpositionen kombiniert auftreten.

Im „European Spine Journal“ wurden die Erkenntnisse in zwei Fachartikeln mit den Titeln „A more realistic disc herniation model incorporating compression, flexion and facet-constrained shear: a mechanical and microstructural analysis. Part I: Low rate loading, Part II: High rate or ‚surprise‘ loading“ (Eur Spine J (2017) 26: 2616-2628 and Eur Spine J (2017) 26: 2629-2641) veröffentlicht.


Wissenschaftlich fundierte Produktentwicklung
Für Grammer als einem der weltweit führenden Sitzhersteller ist das Thema „Ergonomisches Sitzen“ von entscheidender Bedeutung. Letztes Jahr hat Grammer in Amberg sehr erfolgreich die 3. Grammer Ergomechanics® Konferenz veranstaltet. Auf diesem Kongress wurden die neuesten Erkenntnisse aus der Wirbelsäulenforschung präsentiert und Lösungen zur Verbesserung der Wirbelsäulengesundheit an Fahrerarbeitsplätzen und in der Mobilität vorgestellt. Mit der jährlichen Vergabe des European Spine Journal Awards unterstützt Grammer seit dem Jahr 2000 ebenfalls aktiv die Wirbelsäulenforschung. Durch die daraus entstandene enge Zusammenarbeit mit Fachspezialisten aus Wissenschaft und Forschung verfügt Grammer über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Wirbelsäulenforschung, die direkt in die Produktentwicklung bei Grammer einfließen. So ist sichergestellt, dass die Grammer Sitze so konzipiert sind, dass sie maximalen Komfort- und Ergonomie-Ansprüchen entsprechen.

Alle Informationen zu den früheren und aktuellen Preisträgern des European Spine Journal Awards und Informationen rund um das Thema Ergonomie stehen auf der Grammer Website unter folgendem Link zur Verfügung:

https://www.grammer.com/produktwelten/ergonomie.html


Unternehmensprofil
Die Grammer AG mit Sitz in Amberg ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und Offroad-Fahrzeuge. Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen sowie hochwertige Interieurkomponenten und Bediensysteme für die Automobilindustrie an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Commercial Vehicles umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren, Baumaschinen, Stapler) sowie Bahn- und Bussitze. Mit rund 13.000 Mitarbeitern ist Grammer in 19 Ländern weltweit tätig. Die Grammer Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.

 

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