21.03.2018

Grammer 2017 mit Umsatzrekord und gestiegener Profitabilität auf Erfolgskurs

-Umsatz steigt auf Rekordwert von 1,79 Milliarden Euro 
-Verbesserung des operativen Konzern EBITs um 18 Prozent auf 80,2 Millionen Euro
-Trotz Sonderbelastungen in 2017 wird Dividendenzahlung von 1,25 Euro je Aktie vorgeschlagen
-Prognose 2018: Weiteres Wachstum bei Umsatz und Profitabilität

Amberg, 21. März 2018 – Das Geschäftsjahr 2017 war für den Grammer Konzern von großen Herausforderungen geprägt. Umso beachtlicher ist es, dass der führende internationale Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze auch im vergangenen Geschäftsjahr erneut beim Umsatz und auch bei der operativen Profitabilität gegenüber dem Vorjahr deutlich zulegen konnte. Gemäß des heute veröffentlichten Jahresabschlusses erwirtschaftete der Grammer Konzern einen Umsatz in Höhe von 1,787 Milliarden Euro (Vj. 1,696). Dies entspricht einem Plus von 5,4 Prozent. Der Umsatzanstieg resultiert vor allem aus Zuwächsen in den Absatzmärkten der Regionen Americas und APAC aufgrund der guten Positionierung in diesen Märkten. Der Konzern bestätigte damit die bereits im Februar vorgestellten vorläufigen Ergebnisse.

Profitabilität weiter verbessert
Noch deutlicher als der Umsatz stieg das operative EBIT des Grammer Konzerns in 2017 auf 80,2 Millionen Euro um 17,8 Prozent über dem Vorjahreswert (Vj. 68,1). Entsprechend verbesserte sich auch die operative EBIT-Rendite um 0,5 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent (Vj. 4,0). Diese erfreuliche, operative Entwicklung und Steigerung der Profitabilität sind das Ergebnis der erfolgreich umgesetzten Unternehmensstrategie mit dem Ausbau der internationalen Präsenz und der zugleich eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

Segment Commercial Vehicles mit hohem Wachstum
Zu der erfreulichen Geschäftsentwicklung haben beide Konzernsegmente beigetragen. Insbesondere das Segment Commercial Vehicles entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv. Das Segment profitierte von den hohen Umsätzen in den Bereichen Offroad und Material Handling sowie einer zunehmenden Nachfrage nach Lkw-Sitzen. Zudem zeigte sich eine beginnende Erholung in Brasilien.  Dementsprechend verzeichnete Grammer eine Umsatzsteigerung um 14,1 Prozent auf 540,2 Millionen Euro (Vj. 473,6) und übertraf damit sogar die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr. Das operative EBIT wuchs um 32,7 Prozent auf 47,5 Millionen Euro (Vj. 35,8) bei einer ebenfalls deutlich verbesserten Marge von 8,8 Prozent (Vj. 7,6).

Segment Automotive mit Umsatz- und Ergebnisverbesserung
Das Segment Automotive konnte mit einem Umsatzplus von 1,6 Prozent an das stark gewachsene Geschäftsvolumen der Vorjahre anknüpfen. Nach den hohen Wachstumsraten der Vorjahre haben sich die Umsätze 2017 in diesem Segment erwartungsgemäß normalisiert und lagen bei 1,29 Milliarden Euro (Vj. 1,27). Auch im Automotive-Bereich stieg das operative EBIT um 11,0 Prozent auf 45,4 Millionen Euro an (Vj. 40,9). Die operative EBIT-Marge lag bei 3,5 Prozent (Vj. 3,2). Die konstant gute Entwicklung in diesem Segment ist insbesondere auf das stetige Wachstum im Konsolenbereich zurückzuführen. Vor allem in den Regionen Americas und APAC konnte Grammer die Umsätze im Automotive-Bereich weiter ausbauen.

Erfreuliche Umsatzentwicklung in allen Regionen
Durch die gute internationale Aufstellung und den Fokus auf das Premiumsegment konnte Grammer Absatzzuwächse in allen Kernregionen realisieren. Umsatzstärkste Region blieb auch im Geschäftsjahr 2017 die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro (Vj. 1,2).

Die höchste Wachstumsrate verzeichnete die Region Americas (Nord-, Süd- und Mittelamerika). Lag das Wachstum 2016 noch bei 1,2 Prozent, so erzielte Grammer im Geschäftsjahr 2017 ein sehr viel stärkeres Wachstum von 13,8 Prozent. Gründe für diese positive Entwicklung waren die erfreulichen konjunkturellen Einflüsse im NAFTA-Raum sowie Automotive-Neuanläufe in den neu aufgebauten Grammer Werken in Tupelo, MS und Mexiko. Darüber hinaus machten sich positive konjunkturelle Entwicklungen in Brasilien bemerkbar.

Ähnlich stark wie die Region Americas entwickelte sich die Region APAC (Asia Pacific) mit einem Umsatzanstieg um 11,9 Prozent auf 280,9 Millionen Euro (Vj. 251,0). Größter Wachstumstreiber war in dieser Region das Segment Commercial Vehicles mit einem Wachstum von 54,9 Prozent. In China entwickelte sich zudem das Joint Venture mit dem Lkw-Produzenten Shaanxi besser als erwartet und das Lkw-Geschäft gewann deutlich an Marktanteilen.

„Im Geschäftsjahr 2017 konnten wir weltweit weiter deutlich wachsen und gleichzeitig auch die operative Profitabilität deutlich verbessern – trotz der besonderen Rahmenbedingungen im letzten Jahr. Ein deutlicher Beweis, dass wir unsere strategischen Maßnahmen für mehr Wachstum und Profitabilität in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt haben“, so Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG. „Diesen Erfolgskurs werden wir auch in Zukunft fortsetzen. Und wir wollen unsere Aktionäre auch in diesem Jahr wieder an unserem Erfolg teilhaben lassen. Deshalb werden wir der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 eine nahezu unveränderte Dividende in Höhe 1,25 Euro je Aktie vorschlagen. Wichtig für uns ist, dass die Sonderbelastungen aus dem letzten Geschäftsjahr nicht zu Lasten der Aktionäre gehen.“

 

Entwicklung des IFRS-EBIT
Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte die positive Entwicklung der operativen Performance die Sonder- und Fremdwährungseinflüsse in Höhe von insgesamt -13,7 Millionen Euro (Vj. +4,9) nicht kompensieren. Wie erwartet, reduzierte sich das IFRS-EBIT daher im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 66,5 Millionen Euro (Vj. 73,0).
Dementsprechend lag das Konzernergebnis nach Steuern mit 32,4 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres (Vj. 45,2). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 2,67 Euro (Vj. 4,01).


Stärkung des Eigenkapitals
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2017 lag die Bilanzsumme des Grammer Konzerns bei 1.107,0 Millionen Euro (Vj. 1.050,6) und somit um 5,4 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dies ist auf das höhere Geschäftsvolumen und den Aus- und Aufbau von weiteren Standorten zurückzuführen. Das Eigenkapital des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 337,7 Millionen Euro (Vj. 271,2), während sich die Eigenkapitalquote auf 31 Prozent (Vj. 26) ebenfalls deutlich verbesserte.


Ausblick: Weiteres Umsatzwachstum und steigende Profitabilität erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr 2018 erwartet Grammer ein weiterhin herausforderndes konjunkturelles Umfeld mit unterschiedlichen Entwicklungen in den relevanten Märkten. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet Grammer einen Umsatzwachstum auf 1,85 Milliarden Euro sowie eine weitere Verbesserung der operativen Profitabilität über dem Niveau des Vorjahres.

 

Unternehmensprofil
Die Grammer AG mit Sitz in Amberg ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und Offroad-Fahrzeuge. Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen sowie hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme für die Automobil-Industrie an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Commercial Vehicles umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren, Baumaschinen, Stapler) sowie Bahn- und Bussitze.

Mit rund 13.000 Mitarbeitern ist Grammer in 19 Ländern weltweit tätig.

Die Grammer Aktie ist im SDAX notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.

 

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