Quartalsbericht per 30. September 2000
Kennzahlen zum Grammer Konzern:
(Werte in Mio. DM) | 1.1.-30.9.1999 | 1.1.-30.9.2000 | Differenz |
Umsatz: | 786,5 | 965,1 | + 23% |
- Inland | 485,0 | 514,7 | + 6% |
- Ausland | 301,5 | 450,4 | + 49% |
EBIT | - 1,8 | 42,6 | + 2.467% |
EBITDA | 36,0 | 86,3 | + 140% |
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 12,9 | 20,4 | + 258% |
Periodenüberschuss | - 20,1 | 12,3 | + 161% |
DVFA-Ergebnis | - 20,1 | 12,3 | + 161% |
Investitionen gesamt | 64,0 | 42,6 | - 34% |
Abschreibungen | 37,8 | 43,8 | + 16% |
Cash-Flow (operativ) | 19,0 | 59,1 | + 211% |
Mitarbeiter (Stichtag) | 5.757 | 7.038 | + 22% |
Personalaufwand | 191,4 | 221,5 | + 16% |
Personalaufwand / Umsatz (in %) | 24,3 | 23,0 |
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Die Grammer-Gruppe konnte ihre sehr erfreuliche Entwicklung im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres fortsetzen und Umsatz sowie Ergebnis weiter deutlich steigern. Maßgeblich dazu beigetragen haben die zu Jahresbeginn eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, die erwartungsgemäß verlaufen.
Quartalsbericht per 31. März 2000
Nachdem der Grammer Konzern 1999 eine Reihe von Problemen zu bewältigen hatte und ein deutlich negatives Ergebnis auswies, haben wir bereits für 2000 den Turnaround angekündigt. Neben einer Umsatzsteigerung um rund 13% wollen wir im Gesamtjahr ein EBIT von etwa 40 Mio. DM erzielen. Die Entwicklung im ersten Quartal zeigt, dass wir mit dem Restrukturierungskonzept den richtigen Weg eingeschlagen haben, denn sowohl vor als auch nach Steuern ist das Ergebnis im Konzern deutlich positiv. Auch unsere Marktstellung ist nach wie vor sehr gut und wir konnten in allen drei Produktbereichen Umsatzzuwächse erreichen.
Kennzahlen zum Grammer Konzern:
(Werte in Mio. DM) | 1.1.-31.3.1999 | 1.1.-31.3.2000 | Differenz |
Umsatz: | 276,1 | 303,6 | + 10% |
- Inland | 176,4 | 178,5 | + 1% |
- Ausland | 99,7 | 125,1 | + 26% |
EBIT | 7,8 | 14,6 | + 87% |
EBITDA | 20,0 | 28,9 | + 45% |
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6,1 | 7,5 | + 23% |
Periodenüberschuss | 2,8 | 4,3 | + 54% |
DVFA-Ergebnis | 2,8 | 4,3 | + 54% |
Investitionen gesamt | 13,3 | 19,6 | + 47% |
Abschreibungen | 12,2 | 14,4 | + 18% |
Cash-Flow | 15,0 | 20,0 | + 33% |
Mitarbeiter (per 31.3.) | 5.428 | 6.696 | + 23% |
Personalaufwand | 62,8 | 72,5 | + 16% |
Personalaufwand / Umsatz | 22,8% | 23,9% |
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Restrukturierung verläuft planmäßig
Das Restrukturierungskonzept, mit dem wir die gewohnte Ertragskraft im Grammer-Konzern wiedererlangen wollen, haben wir im ersten Quartal 2000 mit Hochdruck vorangetrieben. Unsere Ausgaben wurden kräftig gedrosselt, die Problemfelder definiert und langfristige Aktivitäten zur Verbesserung der Strukturen erarbeitet. Die bereits erzielten Ergebnisse sind in allen vier Blöcken des Programms sichtbar:
1. Operative Maßnahmen
Das Maßnahmenpaket zur kurzfristigen Kostensenkung umfasst insbesondere eine Reduzierung der Material- und der Personalaufwendungen, der Einkaufspreise sowie des sonstigen betrieblichen Aufwands. In den Bereichen Material/Einkauf haben wir in der Berichtsperiode Einsparungen durch intensive Verhandlungen mit Lieferanten, Wertanalysen zur Materialkostensenkung sowie Konstruktionsänderungen oder Lieferantenwechsel realisiert. Außerdem wurden geplante Rohmaterialpreiserhöhungen abgewehrt und in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb erste Maßnahmen zur Erhöhung der Kundenpreise erarbeitet.
Die geplanten Ergebnisverbesserungseffekte im Personalbereich resultieren in erster Linie aus der Verlagerung von Arbeitsplätzen, da wir einfache Tätigkeiten künftig konsequent an lohnkostengünstigen Standorten im Ausland durchführen wollen. Davon sind etwa 78 Arbeitsplätze im Inland betroffen. Im Konzern führt diese Maßnahme auf längere Sicht zu einer Verbesserung der Personalkostenquote, obwohl der Abbau von gewerblichen Stellen in Deutschland weitgehend durch eine Zunahme bei ausländischen Tochtergesellschaften kompensiert wird. Außerdem wollen wir die Belegschaft in den deutschen Zentralbereichen um etwa 168 Stellen bis zum Jahr 2001 reduzieren.
Zusätzliches Einsparpotenzial von rund 60 Stellen im Inland entsteht durch die Optimierung der Organisation. Für die drei Produktbereiche haben wir die neuen Strukturen bereits verabschiedet und werden diese bis Ende Juni umsetzen. Kernpunkt ist ein stärker funktional ausgerichteter Aufbau und die Zentralisierung von Arbeitsbereichen.
Bei den bestehenden Tochtergesellschaften im Ausland wollen wir die Mitarbeiterzahl bis 2001 um insgesamt 130 gewerbliche Mitarbeiter verringern. Weitere Einsparmöglichkeiten sehen wir hier durch die Neuausrichtung der Werke im Produktbereich Pkw-Ausstattungen.
2. Strukturelle Maßnahmen
Diese Optimierung der Produktionsstrukturen im Bereich Pkw-Ausstattungen ist das zentrale Thema des zweiten Programmpunktes, den mittel- und langfristigen strukturellen Bausteinen. Die Detailplanung zur Überarbeitung des konzernweiten Produktionsnetzwerkes sieht vor, die Fertigung im Werk Langenfeld zu schließen und nach Tschechien zu verlagern. Der Umzug erfolgt in den nächsten Monaten. Der Standort Langenfeld konzentriert sich künftig auf Entwicklung, Vertrieb und Musterbau. Außerdem werden wir die lohnintensiven Näh-Aktivitäten vereinfachen und künftig überwiegend in Kaliningrad abwickeln. Durch die Neuordnung der Werke in Tschechien erreichen wir zusätzliche Kosteneinsparungen.
Im Bereich Fahrersitze werden wir zur Optimierung der Strukturen eine Just-in-Time-Montage für Lkw-Fahrersitze aufbauen. Die Erarbeitung weiterer strukturellen Maßnahmen wurde im ersten Quartal planmäßig begonnen.
3. Finanzielle und bilanzielle Schritte
Zu diesem dritten Schwerpunkt im Maßnahmenkatalog gehört vor allem der Abbau von Vorräten und Forderungen, Wertberichtigungen im Jahresabschluss und Desinvestitionen. Auch hier wurden bis Ende März bereits positive Auswirkungen sichtbar, und wir konnten die Kapitalbindung im Konzern reduzieren. Für die Laufzeit der Forderungen sowie die Umschlagshäufigkeit der Vorräte wurden in den ersten Monaten anspruchsvolle Zielmarken definiert, die wir bis zum Jahresende erreichen wollen.
4. Sanierung Grammer do Brasil
Der letzte Punkt, die Sanierung der defizitären Tochtergesellschaft in Brasilien, ist bereits seit September 1999 im Gange. Im Januar 2000 wurde das Werk Suzano geschlossen und die dortigen Produktionsprozesse nach Atibaia verlegt. Als nächsten Schritt werden wir die Fertigungsstrukturen an diesem Standort optimieren.
Für die Umsetzung des Restrukturierungskonzepts haben wir im Jahresabschluss 1999 Rückstellungen von 28 Mio. DM gebildet, von denen bis 31. März 2000 insgesamt 2,5 Mio. DM ausgeschöpft wurden.
Umsatzanstieg um 10%
Der konsolidierte Umsatz der Grammer-Gruppe erhöhte sich in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 303,6 Mio. DM und lag damit rund 10% über dem entsprechenden Vorjahreswert (Vj. 276,1). Der im Restrukturierungsprogramm formulierte Zielwert wurde mit diesem Volumen deutlich überschritten.
Während das im Inland erzielte Geschäftsvolumen nur leicht auf 178,5 Mio. DM stieg (Vj. 176,4), konnte im Ausland ein Plus um nahezu 26% auf 125,1 Mio. DM (Vj. 99,7) erzielt werden. Das ist besonders auf den überproportional hohen Inlandsumsatz im Vorjahreszeitraum zurückzuführen, der durch die erstmalige Einbeziehung der zugekauften Butz-Gesellschaften entstand. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich in der Berichtsperiode von 36,1% auf 41,2%. Der Konsolidierungskreis im Konzern hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um vier Gesellschaften erweitert.
Umsatzentwicklung nach Segmenten (Grammer Konzern, in Mio. DM):
| 1.1.-31.3.1999 | 1.1.-31.3.2000 | Differenz |
- Fahrersitze | 65,9 | 81,8 | + 24% |
- Pkw-Ausstattungen | 188,2 | 191,2 | + 2% |
- Passagiersitze | 20,4 | 28,6 | + 40% |
- Zentralsbereiche/Konsolidierung | 1,6 | 2,0 | + 25% |
Aufgrund höherer Abrufe verzeichnete den größten Zuwachs im ersten Quartal 2000 der Produktbereich Passagiersitze mit einem Wachstum von 40% auf 28,6 Mio. DM (Vj. 20,4). Ein Plus von rund 27% auf 81,8 Mio. DM (Vj. 65,9) wurde im Geschäftsfeld Fahrersitze erzielt. Im Bereich Pkw-Ausstattungen erwirtschafteten wir mit 191,2 Mio. DM (Vj. 188,2) eine leichte Steigerung um rund 2% gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit einem Anteil von 63% am gesamten Konzernvolumen (Vj. 68%) ist dieses Segment Hauptumsatzträger bei Grammer, gefolgt von der Sparte Fahrersitze mit 27% (Vj. 34%) und dem Produktbereich Passagiersitze mit 9% (Vj. 7%). Der sonstige Umsatz belief sich im Konzern auf 2,0 Mio. DM (Vj. 1,6).
Neue Aufträge
Im Bereich Fahrersitze war eines der Highlights im ersten Quartal die Markteinführung der neuen Lkw-Fahrzeuggeneration von MAN, die bei der Presse und den Verbrauchern mit sehr großem Interesse aufgenommen wurde. Die neuen Lkws werden komplett mit dem Grammer-Sitz MSG 90.5 ausgestattet, der exklusiv für den Kunden MAN entwickelt wurde und neue Maßstäbe in Bezug auf Ergonomie, Bedienkomfort, Design und passive Sicherheit setzt. Grammer, bisher bereits 100%-Lieferant bei der leichten Klasse von MAN, ist nun Alleinausrüster für alle Modellreihen des deutschen Nutzfahrzeugherstellers.
Darüber hinaus beliefern wir seit Januar 2000 den Lkw-Hersteller Iveco Magirus in Ulm. In dessen Fernverkehrs-Truck EuroStar wird der Grammer-Sitz MSG 90.4 eingebaut, den wir speziell für den Kunden angepasst haben. Das Modell stößt bei den Fahrern auf eine sehr positive Resonanz. Außerdem haben wir für die Reihe "Midlum" des Herstellers Renault V.I. eine Doppelsitzbank entwickelt, die seit Februar bei 60% der Lkws auf der Beifahrerseite eingebaut wird. Die Sitze werden in einer Europa- und einer USA-Variante geliefert.
Sehr erfreulich ist auch ein Neuauftrag in Brasilien, den wir im Februar gewonnen haben. Ab April bzw. Mai liefert unsere brasilianische Tochtergesellschaft zwei verschiedene Lkw-Sitzmodelle an den Hersteller Navistar International Corp. do Brasil Ltda. Zu diesem Auftrag hat maßgeblich das Joint-Venture GRAMAG beigetragen, das bereits 1999 einen Auftrag von der us-amerikanischen Muttergesellschaft Navistar International Corp. erhielt.
Im Passagiersitz-Bereich wurden in Deutschland Abrufe bei den Hochgeschwindigkeitsmodellen ICE 3 und ICT vorgezogen, was zu einem steigenden Umsatzvolumen im ersten Quartal führte. Außerdem wurden im Busbereich mehr Sitze in Italien geordert und ein deutlich höheres Volumen an MAN in der Türkei geliefert als geplant.
Im Segment Pkw-Ausstattungen haben einige Kunden aus der Automobilindustrie die Abrufzahlen erhöht. Dazu gehört der Hersteller BMW, der zusätzliche Sonderschichten eingeführt hat, sowie das mexikanische Werk von Volkswagen.
Ergebnis wieder im positiven Bereich
Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern lag per Ende März bei 14,6 Mio. DM und übertraf damit sowohl den Vorjahreswert von 7,8 Mio. DM als auch unseren Planwert. Beim EBITDA wurde ein Wert von 28,9 Mio. DM (Vj. 20,0) ausgewiesen.
Maßgeblicher Grund für die Ergebnisverbesserung waren die deutlichen Kostensenkungen im Konzern, die insbesondere durch das Restrukturierungskonzept erreicht wurden. Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz wurde von 65,6% auf 57,5% reduziert, der sonstige betriebliche Aufwand ging auf 32,2 Mio. DM (Vj. 33,7) zurück. Dadurch verringerte sich dessen Anteil am Umsatz auf 10,6% (Vj. 12,2%). Die Personalkosten nahmen im Periodenvergleich von 62,8 Mio. DM auf 72,5 Mio. DM zu, wodurch sich die Quote auf 23,9% (Vj. 22,8%) erhöhte. Die im Personalbereich durchgeführten Maßnahmen führen erst mit Verzögerung im Jahr 2001 zu einer Aufwandsreduzierung.
Obwohl auch die Finanzaufwendungen und die Abschreibungen im Konzern auf 7,1 Mio. DM (Vj. 2,2) bzw. 14,4 Mio. DM (Vj. 12,2) stiegen, verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insgesamt um 23% auf 7,5 Mio. DM (Vj. 6,1). Auch nach Steuern wurde im ersten Quartal 2000 ein Überschuss erzielt, der sich auf 4,3 Mio. DM belief nach 2,8 Mio. DM im Vergleichszeitraum. Gemäß der DVFA/SG-Formel errechnet sich ein Gewinn von 0,60 DM je Aktie (Vj. 0,40).
EBIT-Entwicklung nach Segmenten (Grammer Konzern, in Mio. DM)
| 1.1.-31.3.2000 |
- Fahrersitze | 5,0 |
- Pkw-Ausstattungen | 9,1 |
- Passagiersitze | 2,1 |
- Zentralbereiche/Konsolidierung | - 1,6 |
Unterteilt nach Segmenten ergibt sich beim Brutto-Ergebnis (EBIT) — ohne Berücksichtigung der Zentralbereiche - folgendes Bild: Der umsatzstärkste Produktbereich Pkw-Ausstattungen erzielte in den ersten drei Monaten 2000 einen Gewinn von 9,1 Mio. DM, die Sparte Fahrersitze 5,0 Mio. DM und das Segment Passagiersitze 2,1 Mio. DM.
Investitionen aus eigener Kraft finanziert
Insgesamt wurden im ersten Quartal 2000 im Grammer-Konzern 19,6 Mio. DM investiert. Bereinigt um Erstkonsolidierungseffekte beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf knapp 10 Mio DM nach 13,1 Mio. DM im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Segment Fahrersitze lag der Schwerpunkt auf Werkzeugen im Bereich Lkw-Sitze, in der Division Pkw-Ausstattungen wurde hauptsächlich in Maschinen bei der Grammer AG und der Grammer Automotive GmbH investiert. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrafen insbesondere die erstmalige Einbeziehung des Joint Venture GRAMAG Truck Interior Systems L.L.C., Livonia/USA. Für Finanzanlagen wurden 0,5 Mio. DM aufgewendet, die auf die Kapitalausstattung von Beteiligungen entfielen.
Der Cash Flow betrug im Berichtszeitraum 20,0 Mio. DM (Vj. 15), so dass die Investitionen im ersten Quartal komplett aus eigener Kraft finanziert werden konnten. Die Abschreibungen stiegen im Konzern von 12,2 Mio. DM auf 14,4 Mio. DM.
Mitarbeiterzahl erhöht
Im Grammer Konzern waren am 31.3.2000 weltweit 6.696 Mitarbeiter beschäftigt nach 5.428 am entsprechenden Vorjahresstichtag. Der Zuwachs ist vor allem auf den erweiterten Konsolidierungskreis und das starke interne Wachstum im Geschäftsjahr 1999 zurückzuführen. Gegenüber dem 31.12.1999 waren 253 mehr Personen im Grammer-Konzern tätig. Durch Werksanläufe und die Produktverlagerungen stieg die Belegschaft im Ausland auf insgesamt 4.266 Personen (31.12.1999: 3.994), im Inland waren zum Stichtag 2.430 Arbeitnehmer beschäftigt gegenüber 2.449 zum Jahresende 1999.
Turnaround in 2000 geplant
Im Gesamtjahr 2000 erwarten wir im Konzern einen Umsatzanstieg um rund 13% auf 1,25 Mrd. DM. Beim EBIT gehen wir davon aus, dass wir den geplanten Wert von 40 Mio. DM sicher erreichen, auch wenn sich die Effekte aus dem Restrukturierungsprogramm erst 2001 in vollem Umfang auswirken. In Brasilien rechnen wir im laufenden Jahr aufgrund der Sanierungsmaßnahmen mit einem reduzierten Verlust von rund 3 Mio. DM, Gewinne erzielen wir an diesem Standort voraussichtlich wieder im Jahr 2001.
Der Schwerpunkt unserer Investitionsplanung liegt 2000 auf Ersatz-, Erweiterungs- und Rationalisierungsprojekten. Insgesamt haben wir im Konzern Ausgaben in Höhe von rund 45 Mio. DM veranschlagt.
Eine wichtige Aufgabe bleibt die Stärkung unserer Eigenkapitalbasis. Wir suchen hier intensiv nach Lösungen, was auch Gespräche mit starken Finanzpartnern einschließt. 2001 wollen wir eine Eigenkapitalquote von 17% aus Gewinnthesaurierung erreichen. Zum 31.3.2000 lag der Wert bei 9,7%.
Daneben steht natürlich die weitere Umsetzung des Restrukturierungsprogramms im Zentrum unserer Aktivitäten. Um die Realisierung der geplanten Maßnahmen qualifiziert voranzutreiben, werden wir wie angekündigt das bisher dreiköpfige Vorstandsteam der Grammer AG erweitern. Zum 1. Juli 2000 wird der Aufsichtsrat Herrn Dr. Bernd Blankenstein für zunächst zwei Jahre zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Herr Blankenstein verfügt über langjährige Branchenerfahrung und trug zuletzt bei dem amerikanischen Zulieferunternehmen TRW Inc. in Cleveland/Ohio die operative Verantwortung für die weltweiten Aktivitäten im Bereich Motorenkomponenten. Die weiteren Vorstandsmitglieder Martin Grammer, Peter Nagel und Wolfgang Steinbach behalten ihre Ressorts.
Amberg, im Mai 2000
Der Vorstand
Kapitalflussrechnung
Grammer Konzern |
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(in TDM) | 1997 | 1998 | 1999 | 01-03 2000 |
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1. Operativer Bereich |
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Jahresüberschuss | 21.090 | 18.378 | -60.594 | 4.255 |
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 22.130 | 33.462 | 53.652 | 14.398 |
Zuschreibungen zum Anlagevermögen | -2.485 | 0 | 0 | 0 |
Erhöhung der Pensionsrückstellung | 2.109 | 2.769 | 3.258 | 1.313 |
Auflösung abgegrenzter Werkzeugkosten | -296 | -586 | 0 | 0 |
Auflösung Disagio | 149 | 157 | 239 | 0 |
Cash-Flow | 42.697 | 54.180 | -3.445 | 19.966 |
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Veränderung des Anlagevermögens durch Abgänge | 3.020 | 3.376 | 12.479 | 4.210 |
Veränderung der Vorräte | -23.344 | -28.159 | -33.908 | -7.562 |
Veränderung der Forderungen | -17.644 | -71.565 | -22.909 | -38.672 |
Veränderung der sonstigen Aktiva | 5.894 | -22.845 | -546 | 621 |
Veränderung der Rückstellungen | 5.926 | 8.514 | 35.350 | -6.860 |
Veränderung der sonstigen Passiva | 2.868 | 85.118 | -12.423 | 33.755 |
Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 19.417 | 28.619 | -25.402 | 5.458 |
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2. Investitionsbereich |
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Auszahlungen für Investitionen für das Anlagevermögen | -52.838 | -195.637 | -100.803 | -23.868 |
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -52.838 | -195.637 | -100.803 | -23.868 |
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3. Finanzierungsbereich |
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Veränderung des Währungsausgleichspostens | 297 | -6.144 | 784 | 8.343 |
Ergebnisneutrale Veränderung der Gewinnrücklagen | 309 | 73 | 0 | 0 |
Veränderung der Minderheitenanteile | 1.539 | 229 | -789 | 0 |
Dividendenzahlung | -5.950 | -7.000 | -7.000 | 0 |
Erhöhung der langfristigen Bankverbindlichkeiten | 11.959 | 16.016 | 132.769 | -3.020 |
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit | 8.154 | 3.174 | 125.764 | 5.323 |
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4. Finanzmittelbestand |
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Veränderung des Finanzmittelbestandes | -25.267 | -163.844 | -441 | -13.087 |
Finanzmittelbestand zum 01.Januar | -8.357 | -33.624 | -197.468 | -197.909 |
Finanzmittelbestand zum Stichtag | -33.624 | -197.468 | -197.909 | -210.996 |
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5.Zusammensetzung des Finanzmittelbestands |
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Liquide Mittel | 11.188 | 24.030 | 23.240 | 17.651 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -44.812 | -221.498 | -221.149 | -228.647 |
Finanzmittelbestand zum Stichtag | -33.624 | -197.468 | -197.909 | -210.996 |
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